In ökologischen Theologien werden Vorstellungen einer hierarchisch aufgebauten Welt getrennter Sphären – Gott an der Spitze, darunter „der“ Mensch, irgendwo ganz unten „die“ Natur – kritisch gesehen. Sie gehen vielmehr von einer tiefen Verbundenheit und intimen Verflechtung von Gott, Menschen und anderen Tieren, Pflanzen und aller Materie aus. Auch die Einteilung in ein vermeintliches „aktiv“ und „passiv“ steht auf dem Prüfstand. Hier führt eine Spur in die Bibel, denn am dritten Schöpfungstag ist Gott gar nicht selbst tätig, sondern beauftragt die Erde erfolgreich mit der Hervorbringung von Pflanzen. Ist eine nachhaltige Re-Vision des fatalen „Macht Euch die Erde untertan“ möglich?
Dr. Aurica Jax
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